JZ-Profi – Grandioser Abschluss in Maishofen

Die Arbeit mancher Jugendlicher glich einem Höllenritt – störrische und höchst temperamentvolle Jungtiere zu bändigen bedarf einiger Kunst, die unsere JungzüchterInnen vollends forderten und den Beobachtern höchste Bewunderung und Respekt abrangten!
Vom 6. bis 8. April fanden die abschließenden Module 7 und 8 vom Jungzüchterprofi in Maishofen statt. Beim Modul 7  lernten die Jungzüchter die exakte Beurteilung der Kühe sowie die Kunst des Preisrichtens. Für den Bereich der Exterieurbeurteilung standen namhafte Experten wie Ing. Reinhard Pfleger, Ing. Thomas Sendlhofer und Adrian Steinmann zur Verfügung. Damit die Theorie auch in die Praxis umgesetzt werden konnte, wechselten die Teilnehmer nach der theoretischen Einführung in den Stall des Betriebes Bergers in Saalbach, welcher die Rassen Pinzgauer, Fleckvieh und Holstein Friesian führt. In kleinen Gruppen beurteilten die Jungzüchter die Stärken und Schwächen bei sämtlichen Rassen.
Beim zweiten Schwerpunkt dieses Modules bekamen die Jungzüchter Tipps und Tricks für den guten Preisrichter vermittelt. Die international anerkannten Preisrichter Markus Mock und Josef Berchtold lehrten den Jungzüchtern die Kunst des Preisrichtens. Auch diese Schulungsinhalte wurden von den Jungzüchtern wieder direkt in die Praxis umgesetzt. Einen zusätzlichen Anreiz gab der Wettbewerb am Abschlusstag, bei dem der beste Preisrichter unter den Jungzüchtern ermittelt wurde.
Die Teilnehmer des achten Moduls waren nach einer kurzen Einführung von den Trainern Erika Rynjefeld (Niederlande) und Adrian Steinmann (Schweiz) von Beginn an mit den temperamentvollen und zum Teil störrischen Kalbinnen konfrontiert. Die ersten Vorführversuche waren großteils sehr kräfteraubend und hierbei scheiterte so mancher Teilnehmer kläglich – teilweise am Boden oder auch an Barrieren. Die Jungzüchter bewiesen Stärke und zeigten Ausdauer, wodurch eine gute Beziehung zu den Tieren hergestellt werden konnte. Am zweiten Tag stand das Stylen der Tiere am Programm. Mit hilfreichen Tipps von den beiden Trainern schafften es alle Jungzüchter, die Kalbinnen von ihrer besten Seite zu präsentieren.
Am Abschlusstag kam es zum Highlight  dieser Veranstaltung – die Jungzüchter konnten ihr Vorführgeschick anhand der von ihnen perfekt gestylten Tiere im Ring zeigen. Der Geschäftsführer des Rinderzuchtverbandes Salzburg, Ing. Bruno  Deutinger stand als Preisrichter zur Verfügung und lobte die professionelle Arbeit der Jungzüchter, die für den weiteren Weg der Rinderzucht maßgeblich verantwortlich sind.
Im Anschluss an diesen Wettbewerb fand die Siegerehrung statt. ZAR-Obmann Anton Wagner ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und überreichte den Jungzüchtern die Urkunden. „Siegen kann erst, wer das Verlieren gelernt hat“, so Wagner – ein Synonym dafür, dass sich harte Arbeit nach entsprechender Zeit lohnt. Er bedankte sich für den großartigen Einsatz der Jungzüchter und erhoffte sich zugleich, dass sich diese Welle der Begeisterung auf viele weitere Jungzüchter und auch landwirtschaftliche Betriebsführer ausbreitet. Der erste Durchgang der Ausbildung zum Jungzüchterprofi war äußerst erfolgreich und fand im April im schönen Pinzgau seinen guten Ausklang.

Neuanmeldungen ab Herbst wieder möglich
Der "Jungzüchterprofi" ist ein über die Ländliche Entwicklung 2007-13 gefördertes Bildungsprojekt im Rahmen des „Aktionsprogramms Tierische Veredelung". Ab Herbst 2009 werden wieder alle Module verteilt in den Bundesländern angeboten. Interessierte Jungzüchter im Alter zwischen 14 und 30 Jahren sind gerne dazu eingeladen, im Herbst in eine neue Ausbildungsreihe einzusteigen. Bei Interesse erhalten Sie nähere Details beim Projektleiter Markus Gahleitner, ZAR, Tel.: 01/334 1721-15, E-Mail: gahleitnerno@sonicht.zar.at