Ausflug der FIH Jungzüchter

Am Donnerstag in der Früh starteten 36 Jungzüchter zum diesjährigen Ausflug nach Oberitalien/ Gardasee. Schon die Fahrt Richtung Süden war sehr lustig- sie dauerte zwar etwas länger- wir mussten kurz nach der Europabrücke einen ungewollten Zwischenstopp machen, da unser Bus eine Panne hatte. Unsere angehenden Landwirte sind aber sehr geschickt, so konnten wir unsere Reise nach einiger Zeit wieder fortsetzen.
Unser erster Programmpunkt war die Besichtigung des Betriebes von Herrn
De Poda
. Der Betrieb befindet sich auf einer wunderschönen Anhöhe in einem reinen Obstbaugebiet ca. 30km südlich von Bozen. Herr De Poda kauft Rinder der Rassen Fleckvieh, Holstein und Grauvieh in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und auch auf Versteigerungen bei uns in Ried. Die Tiere werden dann zum größten Teil in Italien verkauft oder am Betrieb behalten und gemolken- die Milch wird von einer Molkerei abgeholt und zu Parmesan verarbeitet. Für diese spezielle Verarbeitung darf keine Silage und kein Grünfutter gefüttert werden- so bekommen die Tiere gehäckseltes Stroh und Heu mit Kraftfutter vermengt. Wir konnten auch die Kühe sehen, welche bei der vergangenen Versteigerung in Ried angekauft wurden. Zudem befindet sich ca. 30 km entfernt ein Zweitbetrieb wo die Tiere bis November auf der Weide gehalten werden, den Winter aber am Hauptbetrieb in den Stallungen verbringen. Wir wurden am Betrieb sehr herzlich von Herrn De Podas Schwester Allessandra in Empfang genommen und bekamen eine sehr interessante Führung am sehr gepflegten Betriebsgelände. Auch eine kleine Verkostung von Wein und eigenem Parmesan wartete auf uns.
Nach dieser tollen Führung machten wir uns auf den Weg zu unserem Hotel am westlichen Ufer des Gardasees in Manerba. Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten erkundeten wir gleich den hoteleigenen Pool- einige freiwillig und einige eher unfreiwillig!
Am darauffolgenden Tag fuhren wir nach Cremona wo wir eine kleine Stadtführung hatten und  zu Mittag in einer typisch italienischen Pizzeria aßen. Danach ging es weiter Richtung Süden nach Parma wo wir eine der ältesten Parmaschinkenfabriken besuchten. Beim Rundgang wurden uns die verschiedenen Sta-tionen erklärt- vom frischen Schweineschlögl bis hin zum kostbaren Parmaschinken. Durch das besondere Klima vom Gardasee her kann nur in dieser Umgebung der typische und echte Parmaschinken hergestellt werden. Die Schlögl werden mit Meersalz eingerieben um die Flüssigkeit zu entziehen und das Fleisch haltbar zu machen- dieser Prozess des Einreibens und Lagerns dauert zwischen 12 und 25 Monate. Die Schinken werden in riesigen gemauerten Hallen auf Holzkonstruktionen aufgehängt und nur durch die Luft der geöffneten Fenster langsam konserviert. Nach der Besichtigung hatten wir eine Verkostung dieses Schinkens in einem sehr netten kleinen gemauerten Keller mit heimischem Wein. Am Ende des Tages wurde wieder der Hotelpool in beschlag genommen- am Abend wurde dann das Nachtleben von Manerba ausgekostet.
Am vorletzten Tag wartete schon unser Reiseführer Roberto auf uns um mit un-serer Gruppe nach Verona zu fahren. Roberto zeigte uns die berühmtesten Att-raktionen wie das Theater oder auch die Prachtstraße von Verona- welche direkt zu dem Haus in dem sich die Liebesgeschichte von Romeo und Julia zugetragen haben soll, führte. Wir hatten auch genügend Zeit die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und natürlich wieder in einer herrlichen Pizzeria zu essen. Nach dem Aufenthalt in dieser wunderschönen Stadt fuhren wir in das bekannte Tal Valpolicella- diese Region ist bekannt durch die hervorragenden Weine.
Auf einem Weingut wurde uns dann das wesentlichste vom Weinanbau erklärt- auch eine Verkostung von verschiedensten Weinen mit einer großen Jause von heimischen Produkten durfte nicht fehlen. Da wir an diesem Tag 32 Grad hatten, waren alle froh, als wir wieder im Hotel im Pool waren- am Abend waren wir gemütlich in einer benachbarten Pizzeria essen und hatten unseren Spaß.

Den letzten Vormittag verbrachten wir am Gardasee. Der Gardasee gehört wohl zu den schönsten Seen- von Bergen umgeben, sauberes, warmes Wasser und einen weißen Kiesstrand.
Zu Mittag traten wir dann die Heimreise an.

Es war ein wunderschöner Ausflug- wir hatten von Betriebsbesichtigungen, Kul-tur über Spaß und Erholung alles dabei!
Ganz besonders möchte ich mich bei Familie De Poda für die Gastfreundschaft bedanken.
Ein herzliches Dankeschön auch an alle Jungzüchter die dabei waren, für den gelungenen Ausflug!