Die Kuhzunft hat Zukunft
Die Auftaktveranstaltung zum „Jungzüchterprofi“ in der Landwirtschaftlichen Fachschule Freistadt war ein toller Erfolg. 43 hochmotivierte Jungzüchter aus mehreren Bundesländern nahmen am ersten Modul dieser Ausbildungsreihe teil. Die Begeisterung der Jungzüchter von dieser einzigartigen Ausbildung war groß. Angeregte Diskussionen zu aktuellen Themen wie - Hat die Milchproduktion in Österreich Zukunft? - oder zu den Ergebnissen und der Umsetzung des Health Checks in Österreich wurden geführt.
Qualitative Ausbildung mit 8 Modulen
Die Themenbereiche des Jungzüchterprofis umfassen im Wesentlichen drei Hauptblöcke. Zum Ersten wird Allgemeinbildung im landwirtschaftlichen Bereich mit den Schwerpunkten Agrarpolitik, Funktionärsschulung, Rhetorik und Öffentlichkeitsarbeit behandelt. Zum Zweiten vermitteln die Referenten Spezialwissen rund ums Rind, mit den Inhalten Zuchtarbeit, Tierernährung, Tiergesundheit und Tierverhalten. Der dritte Bildungsblock gehört der Praxis. Die Züchter werden in den Bereichen Exterieurbeurteilung, Preisrichten, Styling und Tiervorführung geschult. Für die Teilnahme an den verschiedenen Ausbildungsstufen muss anfangs das erste Modul, "Grundlagen für einen erfolgreichen Milchviehbetrieb", absolviert werden.
Der "Jungzüchterprofi" ist ein über die Ländliche Entwicklung 2007 bis 13 gefördertes Bildungsprojekt im Rahmen des Aktionsprogramms "Tierische Veredelungsbetriebe". Die gesamte Ausbildung, insgesamt acht Module, umfasst 17 Tage.
„Handwerkzeug für den erfolgreichen Rinderzüchter“
Bei der feierlichen Eröffnung waren zahlreiche Ehrengäste vor Ort und richteten gezielt motivierende Worte an die Jungzüchter, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen.
ZAR-Obmann Anton Wagner wies vor zahlreichen Ehrengästen und 43 interessierten Jungzüchtern in seiner Begrüßungsrede auf die enorme Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Jugend hin: "Wir haben in Österreich sehr gute Bildungsstätten im landwirtschaftlichen Bereich, die eine fundierte Ausbildung in der Rinderzucht anbieten. Die Ausbildung des Jungzüchterprofis soll Jugendlichen im Alter von 14 bis 30 Jahren eine zusätzliche Möglichkeit bieten, vertiefend das Handwerkzeug für den erfolgreichen Rinderzüchter zu erlernen."
Der Präsident der LK Oberösterreich, Hannes Herndl, gratulierte der österreichischen Rinderzucht zur Idee und vor allem zur erfolgreichen Umsetzung dieses Konzeptes. "Mit einer fundierten, ergänzenden Ausbildung, wie sie beim „Jungzüchterprofi“ geboten wird, können schwierige Entscheidungen erleichtert und besser bewertet werden", so Herndl.
Ministerialrat Franz Paller aus dem Lebensministerium sieht in diesem Projekt - aufbauend auf die landwirtschaftliche Grundausbildung - "eine ideale Vertiefung und zusätzliche Motivation für Hofübernehmer, künftige Herausforderungen in öffentlichen Funktionen anzunehmen". Diese Ausbildung sei in ihrer Kompaktheit jedenfalls einzigartig. "Ich appelliere an euch, dieses Ausbildungsprogramm in seiner Gesamtheit als einzigartige Chance zu nützen", sprach Paller die Jungzüchter an.
Der „Jungzüchterprofi“ ist ein Ausbildungsprogramm der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) in Kooperation mit dem Lebensministerium, der Österreichischen Jungzüchtervereinigung (ÖJV) und der Landjugend Österreich.
Für die Ausbildung selbst konnten namhafte Experten aus dem In- und Ausland gewonnen werden. Da die derzeitige Nachfrage das aktuelle Angebot an Ausbildungsplätzen bei Weitem übertrifft, wurden 2 weitere Termine eingeschoben, die allerdings bereits ausgebucht sind. Ab Herbst 2009 werden wieder alle Module verteilt in den Bundesländern angeboten.







