3. Jungzüchtercup Hafendorf 2007

3. Steirsicher Jungzüchtercup 2007

Begeisterte Züchterjugend
Fast 300 Kälber, Kalbinnen und Jungkühe wurden beim 3. Jungzüchtercup in der Steiermark von begeisterten Kindern und Jugendlichen in einem spannenden Bewerb präsentiert. Christian Rechberger als Organisator dieser Großveranstaltung verstand es einmal mehr, gemeinsam mit seinen Jungzüchterkollegen einen „großen Tag“ für viele „Jungzüchter“ und deren Eltern und Geschwister erfolgreich auf die Beine zu stellen. Besonders die Eltern, aber auch die Rinderzucht Steiermark als Organisation konnten stolz auf die nächste Generation der Rinderzüchter sein. Dass die Jungzüchter Landesgrenzen nicht besonders wichtig nehmen, beweist die sehr erfolgreiche Teilnahme der burgenländischen Jungzüchter, die von ihren steirischen Kollegen eingeladen wurden.  Es ist zu hoffen, dass auch einige  Jener, die der Rinderzucht aus tierschützerischer Sicht kritisch gegenüber stehen, anwesend waren und sich ein Bild vom Umgang zwischen Tier und Mensch in den Zuchtbetrieben machen konnten.

Landwirtschaftsschule Hafendorf
Zum dritten Mal wurde der Jungzüchtercup in zwei großen Zelten im Areal der Landwirtschaftlichen Fachschule Hafendorf veranstaltet. Die große Unterstützung durch die Direktion, die Lehrer und Schüler muss besonders erwähnt werden.

Zwei tolle Preisrichter
Das Rangieren in den Vorführ- und Typbewerben erfolgte in zwei Ringen durch zwei junge, wortgewandte und fachlich fundierte Männer: Patrick Rüttimann aus der Schweiz richtete Braunvieh und Holstein, Hannes Penz, Obmann aller österreichischen Jungzüchter, war Preisrichter beim Fleckvieh. In beiden Ringen wurde flott gearbeitet, fachlich kompetent und anschaulich kommentiert.


Bambinis
„Früh übt sich, wer ein Meister werden will“. Bambini sind die Jungzüchter bis zum Alter von zwölf Jahren. 128 Tiere wurden von den Bambinis gemeldet! Es war für alle eine neue Erfahrung, im Ring im Mittelpunkt zu stehen. Die Leistung aller Teilnehmer war großartig, wenngleich es nicht immer ohne Tränen ging, wenn das eine oder andere 
Kalb vom vielen Rummel etwas nervös wurde. Einige „Profis“ zeichneten sich auch in dieser Altersklasse bereits ab. Der jüngste Teilnehmer des Tages, Matthias Luckner, war knapp drei Jahre alt und beeindruckte bereits mit viel Selbstbewusstsein.


Vorführsieger
Beim Vorführen sind auf Tierschauen und Versteigerungen dank der Vorführbewerbe längst die Jungzüchter das Maß aller Dinge. Beim diesjährigen Jungzüchtercup trafen die Routiniers auf einige Newcomer, die auf unglaublich hohem Niveau Paroli boten. Beim Fleckvieh setzte sich nach einem spannenden Duell mit Thomas Kahr (20) aus Koglhof schließlich der regierende Bundessieger Christian Friedl (21) aus Unterlamm durch. Beim Braunvieh ging ein nicht mehr ganz Unbekannter als Vorführsieger hervor: Andreas Bärnthaler (15) machte schon bei einigen Bewerben auf sich aufmerksam und qualifizierte sich diesmal mit der Pronto-Tochter Lilli von Anton Leichtfried für das große Finale. Eine Überraschung gab es bei der Rasse Holstein. Der erst 12-jährige Valentin Riegler war mit der Samuelo-Tochter Nena von Hubert Riegler bester Vorführer bei Holstein und zog als Jüngster ins Finale der letzten drei ein. Er trat damit erfolgreich in die Fußstapfen seines Onkels, dem Gesamtsieger des ersten Jungzüchtercups 2003. In der allerletzten Entscheidung behauptete sich die Routine von Christian Friedl, der mit seiner Dionis-Tochter Lena Gesamtvorführsieger 2007 wurde. 


Typsieger Kalbinnen
In den Kalbinnengruppen der Jungzüchter über zwölf Jahre wurde von den Preisrichtern jeweils ein Typsieger herausgestellt. Beim Fleckvieh setzte sich im Finale als bestes Typtier die aus einer züchterisch erfolgreichen bayerischen Kuhfamilie abstammende Weinold-Tochter Irina von Kathrin Brunner (19) durch. Bestes Typtier beim Braunvieh war die korrekte, vielversprechende Jolt-Tochter Walleri aus dem Zuchtbetrieb von Andreas Strauss, Turnau, vorgeführt von Anke Baumann (20). Philipp Herk (13) aus St. Marein bei Knittelfeld stellte mit seiner körperhaften Norman-Tochter den Typsieger der Rasse Holstein. 


Typsieger Kühe
Die Sieger der drei Fleckvieh-Kuhgruppen traten im Finale gegeneinander an: Die euterstarke Safir-Tochter Rosi, Vollschwester des Prüfstieres Sergio, von Maria Kohlbacher aus Langenwang, vorgeführt von Josef Lanner (16), die korrekt gebaute Rentar-Tochter Helga von Christof Eichberger (24) aus Knittelfeld und die körperhafte, fundamentstarke Jordan-Tochter Klara von Andreas Arzberger (19) aus Vorau. Der Preisrichter Hannes Penz setzte wegen des drüsigsten Euters und des Entwicklungspotentials Rentar-Tochter Helga von Christof Eichberger an die Spitze.Beim Braunvieh duellierten sich im Finale Juvin-Tochter Schnelli von Franz-Stefan Diepold (25), Thörl und Emerald-Tochter Anika von Andreas Strauss, Turnau. Das drüsige, hoch angesetzte Euter und die fehlerfreien Verbindugen gaben den Ausschlag für den Sieg von Emerald-Anika von Andreas Strauss, der sich somit den Typsieg der Kalbinnen und Kühe beim Braunvieh sicherte.Bei Holstein setzte sich die leistungsstarke James-Tochter Diana von Thomas Riegler (23) wegen ihrer Vorzüge im Euter vor der körperhaften Journalist-Tochter Beauty von Armin Fladl (25) durch. 


Kälberrallye
Zehn Teams aus allen Teilen der Steiermark traten mit jeweils vier Kälbern an, um einen Rundkurs möglichst schnell zu absolvieren, wobei die Zeit bis zum Eintreffen des letzten Kalbes im Team berechnet wurde. Mit  unglaublichen 21,4 Sekunden schaffte das siegreiche Mixed-Team Weiz-Bruck (David Tändl, Markus Lenger, Markus Konrad) die Umrundung des Ringes 1. Wenn man einen Blick in die Zuschauerränge warf, dann konnte man die Kälberrallye als wahren „Publikumsmagnet“ bezeichnen. 

Ausblick
Wenn es auch diesmal keine Kür des originellsten „Outfits“ der einzelnen Jungzüchterclubs gegeben hat, so hätte aus der Sicht vieler Besucher der Jungzüchterclub Hartberg gute Chancen auf den Titel gehabt. Man kann schon gespannt sein, welche „Highlights“ der Jungzüchtercup 2009 zu bieten haben wird. 

Peter Stückler

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