Almwanderung der Pinzgauer Jungzüchter

Groß war der Andrang beim Treffpunkt am Eingang zum Wolfbachtal und international das Publikum - JungzüchterInnen aus Bayern, Süd- und Nordtirol sowie natürlich aus dem eigenen Bundesland freuten sich auf eine nette Wanderung zur Porsche-Bräualm.

Den Beginn des "Feiertages" machte Studenten-Seelsorger Andreas Jakober aus Salzburg. Der gebürtige Taxenbacher ging in seiner Predigt auf das Abenteuer "Leben" ein - er motivierte alle jungen Menschen Mut zu bekennen und trotz mancher Widerstände und Verlockungen dem eigenen Weg treu zu bleiben.

Nach der feierlichen Almmesse begrüßte Obmann Hannes Hofer die enorme Wanderschar, und freute sich über das gemischte Publikum, das weit über die "Pinzgauer Familie" hinaus ging, da nicht die Rasse sondern die Gemeinschaft im Vordergrund stehen sollte.

Kurz und bündig (der Duft nach köstlichem Grillgut war nicht mehr leicht zu verdrängen!) stellte Christoph Schernthaner den Almbetrieb vor: Das Wolfbachtal beheimatet 10 Almen, wovon sechs noch mit Milchkühen bestoßen werden.
Die Porsche Bräualm steht im Besitz von Wolfgang Porsche und umfasst 388 ha Grundfläche (100 ha Grundalm, 288 ha Hochalm). 48 Pinzgauer Kühe (großteils mit RF - Anteil) verbringen von Ende Mai bis Ende August die Sommerfrische im Wolfbachtal und sorgen für die Erfüllung der Milchquote.(Almkontingent 49.000 kg, das aber bei weitem nicht reicht!)
Während die Kühe die Grundalm bewohnen, bevorzugt das Jungvieh "höhere Gefilde" - 57 Kalbinnen werden demnächst auf die Hochalm versetzt.
Verwalter Schernthaner ging auch kurz auf den Gutsbetrieb Schüttgut in Zell am See ein, der 40 ha Eigentum sowie 16 ha Pachtfläche umfasst. Erwähnenswert ist der stolze Besitz zu dem 17 Gebäude gehören, allemal, eine Herausforderung aber zweifelsohne die Erhaltung aller Baulichkeiten!
Nach einer vorzüglichen Stärkung, zubereitet von der "Porsche-Crew", führte Melker Hermann Egger die Truppe zur Kuhherde. Verblüffend war die Erkenntnis, dass man hier einen "lebenden Computer" um sich hatte - wie aus der Pistole schossen Abstammungen, Leistungen und Zuchterfolge aus Hermanns Mund - bei einer stolzen Stückzahl von mehr als 100 Kühen und Kalbinnen keineswegs eine Kleinigkeit! Die mitgeführten Kataloge hatten somit keine große Bedeutung, das rasante Tempo hätte ohnehin keine Überprüfung des Gesagten zugelassen....
Fest stand wieder einmal, dass das Schüttgut nicht ohne Grund zu den besten Pinzgauer Zuchtbetrieben zählt - mit einem derartigen Management sind Erfolge fast garantiert!

Gespeist mit einer guten Kaffeejause und tollen Eindrücken machte sich die Wanderschar wieder in Richtung Talausgang auf den Weg - und vor dem endgültigen Abschied war man sich bereits einig, dass auch nächstes Jahr wieder gemeinsam gewandert wird....

Im Namen aller AlmwanderInnen ein ganz herzliches Danke an alle, die zum großartigen Gelingen dieses schönen Tages beigetragen haben!!

Danke aber auch allen, die mit ihrem Dabeisein für die nette Gemeinschaft sorgten!

Christina Sendlhofer